Angkor Wat im Süden Kambodschas

Die Stadt der Tempel

Angkor Wat, “die Stadt der Tempel” ist das Nationalsymbol von Kambodscha und findet sich sowohl auf der Landesflagge als auch auf der Währung des Landes wieder. Diese Tempelanlagen sind die größten und eindrucksvollsten auf der ganzen Welt und gehören auf die Eimer-Liste jeder Südostasien-Reise. Angkor Wat ist deshalb auch eines der häufigsten Fotomotive auf Reisen. Und so habe auch ich mich morgens an den Lotuspond, Reflecting Pond, vor dem Haupttempel begeben, in der naiven Annahme, dort alleine zu sein. Schon vor Sonnenaufgang und das ist richtig früh, ergattern Kenner ihren top Platz für DAS Foto. Besser ist man allerdings beraten, dann schon den Weg in das Innere des Tempels zu machen, denn dort findet man dann die Stille, die man sucht. Die Tempelanlage aus der Hochzeit der Khmer Dynastie fand ursprünglich ihre Grundlage des Reichtums aufgrund eines intelligent angelegten Wassersystems in Form von Kanälen und Stauseen, so dass mehrmals im Jahr Reis geerntet werden konnte. Diese erfolgreiche Landwirtschaft führte zu Nahrungsüberschüssen und brachte dem Khmer-Reich großen Reichtum, die den Bau von großen Tempelanlagen erst ermöglichten. 

Kambodscha-Angkor Wat-Lotuspond im Sonnenaufgang
Kambodscha-Angkor Wat

Steinreliefs, überwucherte Tempel, die noch auf restaurierende Hände warten, Witterungseinflüsse, tropische Vegetation und menschliche Zerstörungskraft, Plünderungen, Zerfall, ein schwieriges politisches Regime und vieles mehr hat der Tempelanlage zugesetzt und heute kommen noch die Touristen dazu, die zwar einerseits für Eintrittsgelder sorgen, so dass unterschiedliche Organisationen damit beschäftigt werden können, den weiteren Zerfall von Angkor Wat zu stoppen, aber Touristen ‚trappeln‘ auch einige Dinge in Grund und Boden. Allerdings fühlt es sich unglaublich beeindruckend an, wenn man sich ein paar Tage Zeit nimmt, um die religiöse Mystik, die diesen Ort umgibt, zu inhalieren. Kambodscha zeigt eindrucksvoll, zu was eine Hochkultur in der Lage ist.
Fährt man im Anschluß nach Phnom Penh, in die Hauptstadt Kambodschas, findet man Orte des brutalen Untergangs dieser Kultur, als Mitte der 1970er die Roten Khmer das ganze Land mit einer kleinen Clique in Terror & Schrecken versetzt hat.

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